Fachartikel · Sichere KI

Datenschutzkonforme KI beginnt vor dem Prompt

Viele KI-Risiken entstehen nicht im Modell, sondern vorher: durch unklare Datenklassen, unkontrollierte Tools, fehlende Freigaben und Prozesse, in denen sensible Informationen einfach kopiert werden.

Slavko Klincov, MSc

Praxisrahmen

Datenschutz ist eine Architekturfrage

Eine datenschutzbewusste KI-Einführung lässt sich nicht nur über Nutzungsregeln lösen. Teams brauchen eine technische und organisatorische Struktur: Welche Daten dürfen in welches Tool? Welche Quellen dürfen für RAG verwendet werden? Welche Antworten müssen zitiert werden? Welche Aktionen brauchen Freigabe?

Die wichtigsten Bausteine

Warum Schulung allein nicht reicht

Schulungen sind wichtig, aber sie müssen mit Architektur und Governance zusammenspielen. Wenn Mitarbeitende nur hören, dass sie "vorsichtig" sein sollen, bleibt KI-Nutzung unsicher und uneinheitlich. Besser ist ein klares Set aus erlaubten Tools, Datenklassen, Beispielen, No-Go-Szenarien und sicheren Alternativen.

Vor dem Modell Personenbezogene oder vertrauliche Inhalte klassifizieren, minimieren oder anonymisieren.
Während der Nutzung Toolgrenzen, Rechtefilter und freigegebene Quellen für KI-Workflows verwenden.
Nach der Antwort Antworten prüfen, Quellen sichtbar machen und riskante Aktionen mit Freigaben absichern.

Rolle von Slavko Klincov

Slavko Klincov, MSc unterstützt Organisationen in Österreich dabei, sichere und datenschutzkonforme KI-Nutzung praktisch aufzubauen: mit Datenklassifikation, lokaler KI-Architektur, RAG-Systemen, Tool-Governance und Trainings für Teams.